medienzeugs etc.

Leseliste

Posted in Uncategorized by stofflp on November 15, 2009

Süddeutsche.de: Michael Moore über Krise und Revolution: „Amerika will seine Medizin nicht nehmen“

Welt Online: Journalismus-Professor Jeff Jarvis:  „Was Zeitungsverlage von Google lernen können“

Carta.info: Welt Online: „Verlegerkritische Passagen fehlen in Jeff Jarvis-Übersetzung“

Zeit.de: Ein Essay von Nicholas Carr: „Unsere Zukunft in der Matrix“

FR-online.de: „Erotik im TV – Ladenverhüter“

 

Sachsen und die „wahre Redekunst“

Posted in Uncategorized by stofflp on November 14, 2009

Im sächsischen Landtag dürfen während der „aktuellen Stunde“ Redebeiträge nur noch „in freier Rede“ gehalten werden. „Das Verlesen eines vorgefertigten Manuskripts ist unzulässig und führt nach zweimaliger Ermahnung durch den amtierenden Präsidenten zur Entziehung des Wortes.“, heißt es in der Geschäftsordnung. Ein Beschluß von poetischer Größe – Schärfung der kommunikativen Skills per Dekret. Ein Verdienst um die Rhetorik. Dem Wort des Politikers wird seine Authentizität zurückgegeben. Würde man sich auch oft für den österreichischen Nationalrat und die Landtage wünschen. Die Süddeutsche Zeitung nimmt das Bekenntnis zur freien Rede zum Anlass, um in dem Beitrag „Wahre Redekunst bedarf des Streits“ darauf hinzuweisen, dass diese in in Deutschland keine bedeutende Tradition hat. Im Gegensatz zu England. Autor Burkhard Müller spannt den Bogen bis hin zum Burgtheaterdeutsch. Interessant wie amüsant.

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Twitter-generierte News. Gut, aber…

Posted in Uncategorized by stofflp on November 14, 2009

Sushi ist so eine Sache. Schmeckt beim ersten Versuch oft nicht. Mit Twitter verhält es sich ähnlich. Account angemeldet, für sinnlos befunden – don’t believe the hype – und dann doch zurückgekehrt: Voila, Begeisterung. Beim Projekt The Twitter Tim.es verhält es sich erneut so. Bei Golem darüber gelesen. Und auch bei Mercedes Bunz auf guardian.co.uk. Angemeldet, beeindruckend lange gewartet und schließlich die erste aus Tweets generierte und personalisierte Web-Zeitung zugestellt bekommen. Was sich in der Theorie spannend gelesen hat, machte beim ersten Aufrufen jedoch einen bescheidenen Eindruck, entfaltete aber nach und nach seine Qualitäten. Tim.es durchstöbert Links, der Twitter-Bekanntschaften. Und auch jene der Bekanntschaften der Bekanntschaften. Ein System, das ein wenig Struktur in das Rauschen unzähliger Tweets bringt. Eine neue Art von Social News eben. Faszinierend, was sich auf diese Weise entdecken läßt.

Doch auch eine Art Gegenteil dieses Prinzips wäre spannend. Denn wahre Begeisterung löst bei einem Nachrichtenjunkie oder News-Nerd mitunter doch das Entdecken von thematischem Neuland aus. Also eine Verkehrung des Prinzips der personalisierten Zeitung. Artikel und Content, die mich interessieren, obwohl sie nicht zu meinem Interessensgebiet gehören. In Print-Medien gelingt das mit kreativen Bildern, Headlines und grafischer Gestaltung. Im Web mutet dies schwieriger an – News-Reader steuern den Interessensfokus, Content Management Systeme lassen grafisch oft nur bedingt Spielraum. Ein Algorithmus müsste her, der einen täglichen Überraschungsfeed generiert.

das medienzeugs-debüt

Posted in Uncategorized by stofflp on November 11, 2009

Was ist aus Blogs geworden?, fragt sich Blogger Robert Basic. Und der einstige Chefredakteur von Presse und Wiener Zeitung betreibt nun auch ein Blog. Andreas Unterberger nennt es ein „nicht ganz unpolitisches Tagebuch“. Bild-Chefredakteur Kai Diekmann arbeitet sich ebenfalls Tag für Tag auf seiner Seite an diversen Themen ab. Falter-Edelfeder Armin Thurnher hat hingegen einen Diskurs rund um Meerschweinchen und Internet losgetreten.Mit Sicherheit taugen weder Unterberger noch Diekmann zu Helden der Blogosphäre, doch ihre Projekte zeigen, dass sich Diskurs via Blogs und sonstiger 2.0-Tools hin zur Mitte der Gesellschaft bewegt. Schließlich verweist Digitalks-Initiatorin Meral Akin-Hecke in einem Tweet auf einen Beitrag von ihr zur Frage: „Warum Blogs“. Sie sind wie Gespräche nur, dass  Sie nicht nur zu einer Person sprechen sondern zu der ganzen Welt, steht da etwa zu lesen. Der „ganzen Welt“ ist allerdings das Prinzip des „digitalen Nihilismus“ gegenüberzustellen, das Medienwissenschaftler Geert Lovink u.a. auf zeit.de erklärt hat. Egal. Für den Fall von medienzeugs lassen sich die Beweggründe weit profaner auf den Punkt bringen. Manchmal sind 140 Zeichen einfach nicht genug. Für Begeisterung und Enttäuschung.

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